In Uruguay wird oft lange gearbeitet – je höher die Position, desto länger der Arbeitstag. Gemeinsame Mittagessen sind eher die Regel, Dinnereinladungen die Ausnahme.
Beim Essen sollten Sie geschäftliche Themen möglichst nicht zur Sprache bringen. Ein solches Essen sollte dazu genutzt werden, sich besser kennen zu lernen und die persönliche Beziehung zu intensivieren.
Und noch etwas ist wichtig: Der Genuss einer Mahlzeit. Das gilt ganz besonders, wenn es sich um eine der seltenen Abendeinladungen handelt. Haben Sie erst einmal gute Geschäftsbeziehungen aufgebaut, sind Einladungen zum Abendessen in das Privathaus durchaus üblich. Gern lädt Ihr Geschäftspartner Sie auch nach einem Essen im Restaurant zum Kaffee zu sich nach Hause ein. In solchen Fällen sollten Sie sich darauf einstellen, dass es spät werden kann.
Businessfrauen haben es hier nicht schwer, sofern sie ihre Professionalität und Kompetenz richtig darstellen können.
In Uruguay versteht man sich darauf, sowohl auf die südamerikanische wie auch auf die europäische Art und Weise, Geschäfte abzuwickeln. Dennoch müssen Sie damit rechnen, dass Sie ein wenig Zeit mehr aufwenden müssen. Es kommt darauf an, den Kontakt mit dem richtigen Ansprechpartner aufzubauen. Erkundigen Sie sich deshalb genau, wer der richtige Ansprechpartner für Sie ist, bevor Sie mit den Verhandlungen beginnen.
Birgit Rupprecht-Stroell: "Stil und Etikette - Handbuch Uruguay"
ISBN 978-3-937887-98-2
8,00 Euro, 24 Seiten, DIN A4
Verlag
interna, Auguststr. 1, 53229 Bonn