Der Peruaner, der auf sich hält, ist gut gekleidet. Hier wird man nämlich auch sehr nach seinem äußeren Erscheinungsbild beurteilt. Geschäftsleute tragen Businesskleidung, allerdings scheint sich die graue Dunstwolke, die meist über Lima liegt, auch auf die Farbe der Kleidung niederzuschlagen. Der Geschäftsmann trägt zumindest Jackett und Krawatte. Ein Anzug ist für den Alltag kein Muss, lediglich bei wichtigen Terminen bzw. Einladungen trägt der Mann einen Anzug.
Die Frau trägt Kleid oder Kostüm, in der Regel keine langen Hosen. Auf guten Geschmack und modische Kleidung wird – wie überall in Südamerika – großer Wert gelegt. In der Freizeit darf es ruhig legerer sein, wobei aber kurze Hosen in der Stadt nicht üblich sind.
Tragen Sie nie weiße Schuhe, auch keine langen rein weißen Hosen oder Röcke – das ist total unchic! Akzeptabel sind weiße Hosen mit Muster. Weiße Oberteile (Blusen, Jacketts) sind o.k..
Keinesfalls erscheint man in legerer Kleidung zu einem abendlichen Grillfest – es sei denn, dies ist ausdrücklich auf der Einladung vermerkt. Wer ein Faible für die farbenprächtige Kleidung der Einheimischen hat und sich so kleidet, sollte wissen, dass das weder bei den Indianern noch bei den Weißen gut ankommt. Die einen fühlen sich veralbert, die anderen nehmen einen in Indianer-Tracht gekleideten Europäer nicht für voll.
Birgit Rupprecht-Stroell: "Stil und Etikette - Handbuch Peru"
ISBN 978-3-937887-97-5
8,00 Euro, 24 Seiten, DIN A4
Verlag
interna, Auguststr. 1, 53229 Bonn