Hier hat eine Frau es nicht nur mit dem ausgeprägten Macho-Typ zu tun, sondern lebt auch sonst gefährlich. Überfälle sind nicht selten. Frauen sollten nachts nicht allein unterwegs sein. Lässt es sich nicht vermeiden, halten Sie nicht an der Straße irgendein Taxi an, sondern bestellen Sie es telefonisch. Der höhere Preis ist wegen der größeren Sicherheit gerechtfertigt.
Das Aussehen ist sehr wichtig. Frauen stylen sich gern und gehen immer gepflegt auf die Straße, so wie wir das aus Südeuropa kennen. Ganz ohne Make-up oder Lippenstift – das ist die Ausnahme. Und die Beine müssen immer rasiert sein! Und ohne Strümpfe macht Frau einen denkbar schlechten Eindruck.
Viele Frauen kaufen sich besonders schöne und teure Taschenspiegel, die dann zum Einsatz kommen, wenn die Lippen nachgezogen werden. Das ist überall erlaubt – beim Essen, im Auto, auf der Straße. Frauen genießen diese Art der Koketterie.
Keine zu tiefen Ausschnitte oder zu kurze Röcke, eher zugeknöpfte Kleidung in den Kirchen – dann fällt Frau nicht unangenehm auf bzw. hält sich die Anmache der Machos in Grenzen.
Echten Schmuck – auch teure Uhren – sollten Sie zu Hause lassen. Modeschmuck ist auch keine Lösung, denn solange er aussieht wie echter, ist er bei Dieben begehrt.
Es ist üblich und normal, dass Männer (ohne Hintergedanken) im Restaurant zahlen – außer eine Businessfrau lädt zum Essen ein. Nur in der jungen Generation setzt sich mehr und mehr durch, dass frau ihr Essen selbst bezahlt.
Birgit Rupprecht-Stroell: "Stil und Etikette - Handbuch Peru"
ISBN 978-3-937887-97-5
8,00 Euro, 24 Seiten, DIN A4
Verlag
interna, Auguststr. 1, 53229 Bonn