Im Geschäftsleben wird korrekte Businesskleidung getragen. Je höher die Hierachiebene, desto formeller (und auch konservativer Bekleidung). Dreiteilige Anzüge trägt man gern in La Paz, im tropischen Tiefland passt man sich mit leichten Anzügen dem Klima an. Hier werden oft die Hemden über der Hose getragen, auf Krawatten wird verzichtet. Geschäftsfrauen tragen keine Hosen. Egal ob im Business oder bei einer Grillparty: Die Kleidung muss immer sauber und gepflegt sein. Ausgefranste oder löchrige Jeans - das ist in Bolivien für jemanden, der auf sich hält, unmöglich.
Bei offiziellen Veranstaltungen halten Sie sich an den Vermerk auf der Einladung.
Bei privaten Feiern, zum Abendessen oder zur Geburtstagsparty erscheint der Mann mit Krawatte, die Frau im Kleid. Legere Freizeitkleidung ist am Wochenende angesagt. Wandeln Sie auf touristischen Pfaden, dürfen Sie auch in legerer Kleidung in noblen Hotels absteigen. Denken Sie daran, dass es große Temperaturunterschiede gibt.
Achtung: Was junge Leute hierzulande gerne tragen, sollten Sie in Bolivien auf keinen Fall anziehen: die farbenprächtige Kleidung der Indianer. Auch auf den typischen schwarzen Hut (Bowler) der Indianerfrauen sollten Sie lieber verzichten. Das wird sowohl von den Indianern wie auch den Weißen nicht gern gesehen.
Birgit Rupprecht-Stroell: "Stil und Etikette - Handbuch Bolivien"
ISBN 978-3-937887-91-3
8,00 Euro, 24 Seiten, DIN A4
Verlag
interna, Auguststr. 1, 53229 Bonn